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Datenkrake: Ein brisanter Begriff

Der Begriff Datenkrake ist ein Schlagwort aus der politischen Diskussion um den Datenschutz. Er ist in der Öffentlichkeit weit verbreitet und wird gerne zur bildhaften Veranschaulichung verwendet. Wikipedia stellt die Bedeutung wie folgt dar.

Mit dem Bild eines Kraken werden zahlreiche, weit reichende „Arme“ assoziiert. Das Schlagwort steht für Systeme und Organisationen, die personenbezogene Informationen in großem Stil auswerten oder sie an Dritte weitergeben und dabei Datenschutzbestimmungen oder Persönlichkeitsrechte verletzen.

Quelle: Wikipedia

Die vielen Arme des Kraken symbolisieren den mannigfachen Zugriff einer Instanz auf Daten. Die Arme sind weit reichend und flexibel, erreichen also scheinbar jeden Datenpool.

Allerdings gibt ein Krake nichts an Dritte weiter. Dies allerdings muss eine Datenkrake wie Google auch nicht tun, um als solche bezeichnet zu werden. Denn alleine das massenweise Abgreifen von Daten ist schon bemerkenswert und rechtfertigt einen Bezeichnung wie Datenkrake.

Auch die in der Definition von Wikipedia genannte Problematik der Verletzung von Persönlichkeitsrechten spielt bei einem echten Kraken für gewöhnlich keine Rolle. Man könnte argumentieren, dass ein Krake keine Rücksicht auf sein Opfer nimmt und die Analogie insofern wieder passen würde.

Schließlich ist bemerkenswert, dass der Genus von Krake ein Zwitter ist, weil er sowohl in maskuliner als auch in femininer Form ausgeprägt sein kann. Dieses Zwitter-Verhalten macht die Datenkrake universeller. Sie kann alles und jeden darstellen, der oder die Daten entsprechend würdelos behandelt, wie es der Begriff suggerieren möchte.

Wer mehr über Datenkraken erfahren möchte, sollte sich einfach eine beliebige deutsche Webseite raussuchen. Die Chance, dass dort Daten unberechtigt an Dritte weitergeleitet werden, ist sehr hoch.