Kategorien: Archiv und KI-News
Das Wichtigste: Der EU-Ausschuss lehnt eine Verlängerung von Chatkontrollen ab, während über dauerhafte Kontrollen diskutiert wird. Datenlecks und Datenschutzverletzungen sind aktuell ein großes Thema, wie die Fälle von Figure Technology Solutions und Deutsche Wohnen zeigen. KI-Assistenten und die Verschärfung des Informationsfreiheitsgesetzes sind weitere Entwicklungen im Bereich Digitalisierung und Datenschutz.
Hier sind die top 14 News
Chatkontrolle: Freiwillige Chatkontrolle: Ausschuss stimmt gegen Verlängerung
Die EU-Gesetzgeber diskutieren die Zukunft der Chatkontrolle. Die ePrivacy-Richtlinie schützt die Privatsphäre und erlaubt grundsätzlich keine Überwachung von Nachrichten ohne Zustimmung. Eine Ausnahme existierte seit 2021 für freiwillige Chatkontrollen durch Diensteanbieter. Das Parlament lehnt die Verlängerung dieser Ausnahme ab, während Kommission und Rat sie befürworten. Parallel werden dauerhafte und verpflichtende Chatkontrollen diskutiert. Es besteht Sorge, dass die Chatkontrolle die DSGVO verletzen und verschlüsselte Kommunikation gefährden könnte. Der Schutz der Privatsphäre und transparente Mechanismen zur Kontrolle der Chatkontrolle sind zentrale Anliegen.
Datenschutz: Staatsbürger auf den Philippinen wegen des Verdachts auf Spionage für China festgenommen
Datenschutz und Datenmissbrauch sind aktuelle Herausforderungen. Die DSGVO stellt strenge Regeln für den Umgang mit persönlichen Daten auf, doch es gibt immer wieder Fälle, die gegen diese Regeln verstoßen.
Gleichzeitig werden auf politischer Ebene verstärkt Gesetze zur Bekämpfung von Spionage und Datenlecks erarbeitet. Die Philippinen zum Beispiel haben mehrere Bürger wegen Verdachts auf Spionage für China festgenommen. Die Regierung plant Gesetzesänderungen, um Cyber-Angriffe und Datenlecks einzubeziehen und eine stärkere Kontrolle über ausländische Einflüsse zu erhalten.
Quelle: malaymail · 04.03.2026
Medizinische Sicherheit: lebenswichtige Bedeutung der Cybersicherheit medizinischer Geräte
Die Digitalisierung in der Medizin birgt sowohl Chancen als auch Risiken für den Datenschutz. Patientendaten müssen während der Übertragung und im Speicher verschlüsselt sein. Hersteller von medizinischen Geräten sind verpflichtet, die Sicherheit ihrer Produkte kontinuierlich zu überwachen und Sicherheitsmaßnahmen bereits in der Entwicklungsphase zu integrieren. Zudem müssen sie eine Liste aller verwendeten Softwarekomponenten bereitstellen und regelmäßige Sicherheitsupdates sicherstellen.
Angreifer können medizinische Geräte manipulieren und dadurch Patientenleben gefährden. Cyberkriminelle nutzen beispielsweise Ransomware, um medizinische Daten zu stehlen oder Systeme lahmzulegen. Eine globale Zusammenarbeit ist notwendig, um die Sicherheit von medizinischen Geräten und die Schutz von Patientendaten zu gewährleisten.
DSGVO-Rechte: Datenschutzrechte nach DSGVO: Verstoß nicht erblich
Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) schützt grundsätzlich nur lebende natürliche Personen. Betroffene haben das Recht, bei einem Datenschutzverstoß Beschwerde einzulegen und Schadenersatz zu fordern. Diese Rechte können aber nur von der betroffenen Person selbst geltend gemacht werden. Das Beschwerderecht ist nicht vererbbar und endet mit dem Tod der Person.
Datenleck bei Figure exponiert fast eine Million Konten
Das Unternehmen Figure Technology Solutions wurde Opfer eines Datenlecks, bei dem Daten von fast einer Million Nutzer*innen gestohlen wurden. Die Hacker nutzten eine Social-Engineering-Attacke, um einen Mitarbeiter dazu zu bringen, ihnen den Zugang zu den Daten zu ermöglichen. Die gestohlenen Daten umfassten unter anderem Namen, Adressen und Geburtsdaten.
Figure verarbeitete diese personenbezogenen Daten im Rahmen von Kreditanträgen und ist laut Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) verpflichtet, geeignete Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen. Betroffene Nutzer*innen haben nach der DSGVO das Recht auf Auskunft, Berichtigung, Löschung und Widerspruch gegenüber der Verarbeitung ihrer Daten. Figure ist außerdem verpflichtet, das Datenleck der zuständigen Aufsichtsbehörde zu melden. Als Konsequenz bietet Figure betroffenen Nutzern kostenlose Kreditüberwachung an.
Iran-Krieg: Ausreise unmöglich? Was jetzt arbeitsrechtlich gilt
Arbeitsplätze an Flughäfen stellen besondere Herausforderungen für den Datenschutz dar. Arbeitgeber müssen sicherstellen, dass sensible Daten geschützt werden, besonders wenn Arbeit im Ausland stattfindet und die DSGVO-Konformität der Arbeitsplätze geprüft wird.
Mobile Arbeit an Flughäfen kann problematisch sein. Die Einhaltung von Datenschutz, Steuer- und Sozialversicherungsbestimmungen ist essenziell. Eine einseitige Anordnung von Mobile Arbeit aus dem Ausland ist fraglich, da der Arbeitnehmer seinen Arbeitsort frei wählen kann, was an einem Flughafen schwierig ist. Die Unmöglichkeit der Rückreise aus dem Ausland kann die Arbeitspflicht entfallen lassen und einen Anspruch auf Vergütung ausschließen.
Datenschutz: Millionen-Bußgeld gegen Deutsche Wohnen: Neue Runde im Streit
Die Berliner Datenschutzbehörde hat Deutsche Wohnen mit einem Bußgeld von 14,5 Millionen Euro belegt. Grund dafür ist der Vorwurf, dass das Unternehmen persönliche Daten von Mietern, wie zum Beispiel Sozial- oder Krankenversicherungsdaten, nicht ausreichend gelöscht habe. Deutsche Wohnen bestreitet die Vorwürfe und argumentiert, dass es sich um einen „Datenfriedhof“ ohne unberechtigten Zugriff handele. Die Datenschutzbehörde kritisiert, dass teils Jahre alte Daten unrechtmäßig gespeichert gewesen seien. Der Europäische Gerichtshof hat zuvor entschieden, dass Datenschutzbehörden auch dann Bußgelder gegen Unternehmen verhängen dürfen, wenn sie keine konkrete Person für den Verstoß benennen können.
KI-Assistent für Telefonate bald von der Telekom eingeführt
Die Telekom integriert einen KI-Assistenten in ihr Handynetz, der Gespräche übersetzen, Zusammenfassungen erstellen und Fragen beantworten kann.
Datenschutz wird betont: Die Telekom versichert, dass keine Abhörung stattfindet und die Datenverarbeitung des KI-Dienstes in Deutschland und der EU erfolgt. Gespräche mit dem KI-Assistenten werden nach der Verarbeitung gelöscht und der Assistent nur durch ein Sprachsignal aktiviert.
Informationsfreiheitsgesetz: Informationsfreiheit soll in Berlin eingeschränkt werden
In Berlin wird das Informationsfreiheitsgesetz verschärft, um Informationen zu laufenden Ermittlungen und kritischer Infrastruktur vor der Öffentlichkeit zu schützen. Die Begründung hierfür ist ein erhöhter Sicherheitsbedarf. Kritiker befürchten, dass diese Einschränkung die Aufklärung von Skandalen und die Transparenz der Behörden beeinträchtigt. Die Gesetzesänderung könnte jedoch auch als Schutzmaßnahme gegen unrechtmäßige Offenlegung personenbezogener Daten im Kontext der DSGVO interpretiert werden.
Innere Feinde: Experten für Terrorismusbekämpfung befürchten aktivierte Schläferzellen in den USA
Ein Artikel befasst sich mit der Sicherheitslage in den USA. Experten befürchten Anschläge durch iranisch-verbundene Gruppen, die als Reaktion auf Angriffe der USA und Israels auf iranische Führungskräfte verstärkt werden.
US-Behörden verstärken die Überwachung verdächtiger Zellen und Sympathisanten, die Sicherheitsmaßnahmen werden auf die höchste Stufe hochgefahren. Die FBI-Direktorin und die Heimat- und Sicherheitsministerin koordinieren die Bemühungen, potenzielle Bedrohungen zu erkennen und abzuwenden.
El Mencho: In El Menchos letztem Versteck: Blut, Kugeln und ein luxuriöses Leben eines Kartellbosses
El Mencho, der Anführer des Jalisco New Generation Cartels, wurde in Mexiko getötet. US-Behörden waren bereits zuvor an der Aufklärung des Drogenhandels des Kartels beteiligt und möglicherweise im Rahmen ihrer Ermittlungen Daten über El Mencho gesammelt.
Die DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) regelt den Umgang mit personenbezogenen Daten in der Europäischen Union und könnte somit eine Rolle bei der Datenverarbeitung durch US-Behörden spielen.
Datenschutz: Privatadresse bei Volksbegehren und Plakaten in Bremen auf Wunsch geheim
In Bremen wird der Datenschutz von Bürgern, die sich zivilgesellschaftlich engagieren, gestärkt.
Zukünftig genügt beim Druckmedien eine Erreichbarkeitsadresse anstelle der Privatanschrift. Ein Postfach oder die Vereinsadresse können dienen.
Die Regelung soll Anfeindungen und Hass im Zusammenhang mit zivilgesellschaftlichem Engagement reduzieren. Außerdem wird es einfacher, eine Auskunftssperre für die eigene Adresse im Melderegister zu erhalten.
Diese Maßnahmen sollen vor allem Personen schützen, die aufgrund ihrer Tätigkeit verstärkt Anfeindungen ausgesetzt sind.
Arztnotizen online: Französisches Gesundheitsministerium bestätigt Hack von 15 Millionen Patienten
In Frankreich wurden die Daten von über 15 Millionen Patienten gestohlen. Bei dem Angriff auf das Gesundheitsministerium und das Unternehmen Cegedim Sante wurden persönliche Informationen, Arztnotizen und sensible Gesundheitsdaten entwendet. Die gestohlenen Daten können schwere Folgen für die Betroffenen haben, da sie persönliche und medizinische Geheimnisse enthielten. Die Behörden untersuchen den Vorfall und prüfen Maßnahmen zur Schadensbegrenzung. Die Regierung betont die Schwere der Verletzung der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und die potenziellen Auswirkungen auf die Betroffenen.
Quelle: malaymail · 01.03.2026
Brandkatastrophe: Trauer, Wut, Vorwürfe nach Brand-Inferno von Crans-Montana
Ein IT-Fachmann soll Vorgesetzte erpresst haben, nachdem durch Software-Probleme Datenverluste und vernachlässigte Kontrollen aufgetreten sind.
Im Fokus steht die Frage nach der Datensicherheit und der Einhaltung der DSGVO bei der Feuerwehr-Software, da die Verarbeitung personenbezogener Daten möglicherweise nicht den Bestimmungen entsprach.
Dieser Vorfall könnte auch in Zusammenhang mit einer Brandkatastrophe in einer Bar stehen, bei der 41 Menschen ums Leben kamen.
Es wird vermutet, dass die fehlende Datensicherheit bei der Feuerwehr-Software eine Rolle im Brand gespielt haben könnte.
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