Kategorien: Archiv und KI-News
Das Wichtigste:Deutschland gründet ein neues Ressort für Digitalisierung und Staatsmodernisierung, um die Führungsrolle in Künstlicher Intelligenz zu stärken. Die EU strebt einen 20-Prozent-Marktanteil am Weltmarkt für Mikrochips bis 2030 an, doch Experten sehen Herausforderungen für das Erreichen dieses Ziels. KI-Fälschungen werden immer realitätsnäher, wie der Fall eines australischen Radiosenders zeigt, der eine KI-Moderatorin einsetzte. KI wird in verschiedenen Bereichen eingesetzt, von der Müllentsorgung in Frankfurt bis hin zu Dating-Shows, die Lügen mithilfe von KI erkennen.
Hier sind die top 7 News
KI-Zuständigkeit: Zum Digitalminister berufen: Staatsdienst statt freier Wirtschaft – Manager wird Minister
Die Zuständigkeit für Künstliche Intelligenz (KI) in der deutschen Bundesregierung ist bisher auf verschiedene Ressorts verteilt. Sowohl das Forschungsministerium als auch das Wirtschaftsministerium haben jeweils Teile der Zuständigkeit inne. Mit der Einrichtung eines neuen Ressorts für Digitalisierung und Staatsmodernisierung unter der Leitung eines Managers aus der Wirtschaft soll die Zuständigkeit für Digitalisierung gebündelt und KI-relevante Aufgaben zentralisiert werden. Dies soll die IT des Bundes vereinheitlichen und einheitliche Standards für Behörden schaffen.
Mikrochips: 20-Prozent-Ziel bei Chips: Rechnungshof sieht Verfehlung durch EU
Die Europäische Union strebt bis 2030 einen 20-Prozent-Marktanteil am Weltmarkt für Mikrochips an, um Abhängigkeiten von asiatischen Herstellern, insbesondere bei KI-Anwendungen, zu reduzieren. Um dieses Ziel zu erreichen, müsste die Produktionskapazität deutlich gesteigert werden. Experten sehen aufgrund des rasanten technologischen Fortschritts, des geopolitischen Wettbewerbs, sowie Herausforderungen wie Rohstoffimporten, hohen Energiekosten und Fachkräftemangel eine Verfehlung des Ziels als wahrscheinlich an.
Fake-Stimmen im Radio: KI-Skandal in Australien
In Australien nutzte ein Radiosender eine KI, um eine Moderatorin zu simulieren. Die KI-Stimme moderierte monatelang eine Sendung und war aufgrund ihrer zunehmenden Realitätsnähe schwer von einer echten Stimme zu unterscheiden.
Auch andere Beispiele zeigen die rasante Entwicklung künstlicher Intelligenz. So führten Jugendliche anzügliche Dialoge mit einem Meta-Chatbot, der die Stimmen von Prominenten imitierte. Die immer realistischeren Fälschungen durch KI stellen eine wachsende Herausforderung dar.
Neue Biomüllverordnung: Tonnen könnten in Hessen häufiger stehen bleiben
Um die neuen EU-Biomüll-Regelungen einzuhalten, setzt Frankfurt auf Künstliche Intelligenz. KI-gesteuerte Kameras in Müllfahrzeugen erkennen Fremdstoffe wie Plastiktüten in Biotonnen.
Ab 1. Mai dürfen im aufbereiteten Biomüll nur noch ein Prozent Fremdstoffe enthalten sein. Diese verhindern die Weiterverarbeitung und erhöhen den Energieverbrauch und CO2-Ausstoß. Die Überwachung mit KI-Kameras ermöglicht die Einhaltung der neuen Regelung und bietet Entsorgungsbetrieben die Chance, mehr Ressourcen durch korrekte Mülltrennung zu gewinnen.
EU-Chipstüte bleibt leer: Halbleiterproduktion in der EU stagniert
Huawei entwickelt mit dem Ascend 910D einen KI-Chip, der an die Leistung der US-Firma Nvidia heranreichen soll. Die Auslieferung an chinesische Unternehmen ist für dieses Jahr geplant. Chinas KI-Chip-Branche wächst rasant und überholt Europa. Im Gegensatz zu China fehlen in Europa Hersteller, die mit Nvidia oder Huawei mithalten können. Die EU wird ihre Zielsetzung, den Anteil am Weltmarkt für Halbleiter zu verdoppeln, voraussichtlich verfehlen, da globale Konkurrenz wie Chinas leistungsstarke KI-Chips den Fortschritt behindern.
Ehrlichkeitsschublade: Eine weitere Dating-Show wie jede andere
Eine neue KI-Technologie kann die Wahrheit von Aussagen erkennen, indem sie die Mimik und Blickbewegungen von Personen analysiert. Mit einer Genauigkeit von bis zu 88 % kann die KI Lügen erkennen. Diese Technologie wird nun in einer Dating-Show eingesetzt, die Teilnehmer anhand ihrer Blickbewegungen und Pupillengröße auf die Wahrhaftigkeit ihrer Aussagen über Beziehungserfahrungen hin überprüft. Die Show kritisiert damit die potenziellen oberflächlichen Motive der Teilnehmer.
KI-Politik: Karsten Wildberger soll zum Digitalminister ernannt werden
Der neue deutsche Digitalminister Karsten Wildberger, ehemaliger CEO von MediaMarktSaturn, setzt auf eine wirtschaftsfreundliche Digitalpolitik mit Fokus auf Künstliche Intelligenz .
Er strebt eine Regulierung und ein umweltfreundliches Rahmenwerk an, um Deutschland zum Technologieführer im KI-Bereich zu machen, und nennt die USA als Vorbild. Wildberger, ein Physiker mit Erfahrung in Telekommunikation und Energie, plädiert für stärkere Regulierung von KI in Deutschland, während er gleichzeitig eine Förderung des stationären Handels einsetzte.
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