Impressum und Datenschutzerklärung auf Websites

Sowohl die Datenschutzerklärung als auch das Impressum müssen von jeder Seite einer Webpräsenz aus direkt erreichbar sein. Dieser Grundsatz gilt für Computer gleichermaßen wie für Notebooks, Tablets und für Handys.

Erreichbarkeit von Anbieterkennung und Datenschutzhinweisen

Das Impressum und die Datenschutzerklärung einer Website müssen von jeder Seite aus verlinkt sein (§ 5 TMG). Sie müssen als Links mit jeweils höchstens zwei Klicks aufrufbar sein. Gleichzeitig dürfen diese Links nicht durch andere visuelle Elemente wie Popups bis zur Unkenntlichkeit verdeckt werden.

Verschiedene Bildschirmauflösungen

Die unterschiedlichen Endgeräte bedingen ein sogenanntes Responsive Design. Das heißt, dass sich die Darstellung der Webseite je nach verwendetem Endgerät an die entsprechende Bildschirmauflösung anpasst. So wird auf einem Smartphone die Schriftgröße für Überschriften oft verkleinert, um unschöne Zeilenumbrüche zu vermeiden.

Typisch für responsives Design sind Texte, die in kleineren Auflösungen (wie auf dem iPhone) ausgeblendet werden. Selbstverständlich muss ein Impressumslink sowie die Datenschutzerklärung in jeder Auflösung sichtbar sein, also für jedes Endgerät.

Unsere Überprüfung von zahlreichen Websites zeigt, dass dies nicht selbstverständlich ist. Tatsächlich zeigen sehr verbreitete Internetpräsenzen in der Desktopvariante die Links für Impressum und Datenschutz korrekt dar. In der mobilen Version werden diese gesetzlich vorgeschriebenen Links allerdings einfach ausgeblendet. Damit gilt die gesamte Webpräsenz rein rechtlich als ohne Impressum.

Die Linktexte müssen in einer Art und Weise dargestellt werden, die übermäßiges Suchen ausschließt. Ein ausreichender Kontrast zwischen Text und Hintergrund sollte also vorhanden sein. Und die Position sollte so gewählt sein, dass jeder Nutzer die Verweise leicht auffinden kann. Wir empfehlen diese Verlinkung daher sowohl im Kopfbereich als auch im Fußbereich jeder Seite.

Das OLG München entschied mit seinem Urteil vom 12.2.2004 (Az.: 29 U 4564/03), dass ein viermaliges Scrollen des gesamten Bildschirmbereichs bei einer Höhe von 768 Pixeln gegen eine leichte Erreichbarkeit eines Links spricht.

Benennung der Links

Das Impressum sollte auch genauso benannt werden, nämlich mit Impressum. Dies ergibt die wenigsten Probleme. Allerdings ist auch die Benennung mit Kontakt erlaubt. Problematisch wird es höchstens, wenn sowohl ein Link mit Kontakt als auch einer mit einer ähnlichen Bezeichnung, wie Kontaktaufnahme, vorhanden ist.

Die Datenschutzerklärung darf in das Impressum integriert sein. Wir empfehlen allerdings, dafür eine eigene Seite vorzusehen und sie jeweils mit einer individuellen Links zu versehen. Als Namen sind besonders Datenschutzerklärung, Datenschutzhinweise, Hinweise zum Datenschutz erlaubt.

Ständige Erreichbarkeit der Links

Ein Impressum muss von jeder Seite einer Website aus erreichbar sein. Dies gilt ohne Ausnahme. Wahrscheinlich gilt diese Regel auch für Loginseiten, die für Administratoren gedacht sind. Streng genommen müssen auch RSS-Seiten einen Link zum Impressum bieten. Auch wenn eine Website also aus 500 Pages besteht, muss auf jeder Seite in jeder beliebigen Auflösung ein Impressumslink vorhanden sein.

Erreichbarkeitstest

Es ist schwierig, diese Erreichbarkeit der Anbieterkennzeichnung und der Datenschutzerklärung zu testen. Wer technisch weniger versiert ist, mag einen realen Praxistest mit Smartphones, Tablets und einem PC im Kopf haben. Doch ein solcher Praxistest ist sehr zeitaufreibend. Und oft scheitert er daran, dass nicht für alle Auflösungen von 320 bis 1920 Pixeln Breite Endgeräte für den Test zur Verfügung stehen. 320 Pixel ist dabei die Breite eines iPhone mit kleinem Display und 1920 Pixel ist die HD-Auflösung eines Desktop-Monitors.

Das Webseitenschutzpaket bietet hier einen praktikablen Test. Gleichzeitig prüft es, ob auf jeder Unterseite Links zum Impressum und zur Datenschutzerklärung vorhanden sind. Ein intelligentes Tool  prüft vorab, ob die Seiten der Webpräsenz wahrscheinlich nicht oder nicht richtig verlinkt sind.

Außerdem erkennt das Tool eine Vielzahl von Spezialseiten für populäre Content Management Systeme wie WordPress, Typo3 und Joomla. Diese Sonderseiten werden automatisch identifiziert und gehen durch eine besondere manuelle Prüfung.

2019-09-17T16:23:32+02:00